Exklusiv im Kenavo 4.0 – Hintergrundinfos von Herrn von Mümmelstein

Es war im Jahre des IXI, als eine Propagandistin aus Groß-Rhein-Ruhr ein Interview  mit einem Spielmann in Badia führte, bei dem am Rande folgender Satz fiel:

 

“In der Entwicklung des Hintergrunds und der Welt Erebeum war mir wichtig, dass es keine platte Nummer ist, sondern man beim Lesen der Story genau weiß, die Welt ist größer, da passiert noch mehr. Ich bin auch sehr gespannt, ob Leute mal Kurzgeschichten von dieser Welt schreiben, wo die Spielleute vielleicht gar nicht drin vorkommen, sondern ein anderer Teil der Welt beleuchtet wird.
Da bin ich superneugierig und würde mich echt freuen, wenn das eine eigene Dynamik bekommt. Dass man eine Saat sät und die geht irgendwie auf und auf einmal stolpert man über Dinge, die einen selbst wieder freuen und einen in die Welt hineinziehen.” Weiterlesen »

Die Lästerlichen

von “Angelika”

 

 Erebeum… irgendwo in der Stadt

 

Die Luft im Lokal war rauchgeschwängert. Zum Schneiden dick, nicht nur aufgrund des Qualms, sondern auch der  vielen fiesen Gerüche, denen Lokale dieser Zeit zu Eigen waren. Stimmengewirr und Musikfetzen aus der Jukebox hingen in der Luft und ließen sich mit den Rauchschwaden treiben. Lautstark wurde an diversen gefüllten Tischen nach Nachschub verlangt. Ein reges Treiben sowohl vor als auch hinter der Theke.

Dieses Lokal war beliebt, aber auch abgeschieden. Es war etwas besonderes, denn hier hatten nur Helferlein Zutritt.

„Barkeeper“, brüllte es von Tisch neun, „Wo bleibt denn verdammt nochmal der Nachschub? Wir sind am verdursten!“

„Öööörps“, kam es bestätigend in Form eines Rülpsers von dem kleinen Maschinengolem neben ihm und es klang blechern nach.

„Na, der ist wohl eher voll!“, lachte der Affe neben ihm und setzte seinen leeren Krug mit Schwung ab. „Im Gegensatz zu meinem Glas!“

„Nach so einem harten Kampf haben wir uns die Erfrischung aber auch wirklich verdient!“, sprach der erste wieder. Ein roter Glühbold, der seinen Blick immer wieder zur Theke schweifen ließ. Es war brechend voll im  Laden, doch nichts desto trotz war er ungeduldig.

Endlich kamen die Getränke. Ein tellerartig flacher Droide schwirrte hoch über allen Köpfen quer durch den Raum und balancierte auf seiner Oberfläche – sich selber als Tablett benutzend – die prall gefüllten Gläser ohne auch nur einen Tropfen zu verschütten. Langsam ließ er sich in der Mitte des Tisches herab und gierig griffen von allen Seiten Hände nach den Krügen voller Bier.

Sechs Helferlein saßen am Tisch neun versammelt und ließen es sich heute Abend gut gehen.

„Vier große Krüge Bier, einmal den Cocktail Sex on the Beach für die Dame und … ein Wasser?“, fiepte der Kellnerdroide sichtlich verwirrt.

Die Dame in der Runde der Männer, eine strahlend smaragdgrüne Dragonette, spielte mit dem Strohhalm und lachte schallend auf. Die Männer schnaubten und schauten zu dem kugelförmigen Globanten, der über seinem Stuhl schwebte und verteidigend piepte.

„Wie der Herr, so das…“ setzte der Maschinengolem an und bekam einen Klaps auf den Hinterkopf von seiner Sitznachbarin.

„Lass ihn, Bibob“, maßregelte ihn die Dragonette namens Flap, „Globi und Bruder Frank sind sich halt sehr ähnlich.“

„Und ich würde, genau wie Lasterbalk kein Wasser anrühren!“, brummte Bibob und massierte sich den wunden Hinterkopf.

„Und das wo er doch auf der Bühne immer genau das Gegenteil behauptet“, kicherte der Glübold Flint heiter.

„Ach komm, als ob Luzi besser wäre!“, lachte Bibob.

Sie stießen reihum an – egal ob mit oder ohne Alkohol. Der Kellnerdroide hatte sich bereits wieder geschäftig weiteren Tischen zugewandt um Bestellungen aufzunehmen.

„Wisst ihr“, sprach Flap und zerstieß mit ihrem Strohhalm ein paar schmelzende Eiswürfel in ihrem Drink, „auch wenn ich es jetzt schon nach ein paar Wochen vermisse, aber irgendwie tut das spielfreie Saisonende auch gut.“

Bibob lachte, „Ohja, mal ein wenig Ruhe vor den Dudelsäcken!“

„Das musste ja kommen“, höhnte Flint. „So ein ständiges Getrommel geht viel eher auf den Schädel!“

„Aber nur, weil du zuviel gesoffen hast!“

„Na hör mal, als ob ihr besser seid. Und damit mein ich nicht nur euch, sondern auch eure menschlichen Begleiter“, tadelte Flap und schaute sie der Reihe nach an. „Okay,  mein El Silbador ist da keine Ausnahme, aber ansonsten sind Globi und ich hier am Tisch doch eindeutig die Ausnahmen.“

„Die schwebende Wasserkugel mit ihrem asiatischen Saitenzupfer“, äffte Herr Nilsson, wie der Affe, der er nun mal war und nahm einen tiefen Schluck.

Globi piepte protestierend und es klang auch schon lachend. Übersetzt hieß das so viel wie „Das sgt der Richtige. Till ist doch ebenfalls so ein Saitenzupfer.“

Gröhlend stießen sie ein weiteres Mal an. Einzig der sechste in der Runde hatte noch kein Wort gesagt. Der hatte nämlich bisher den Mund voll gehabt – oder sollte man besser Schnabel sagen? Denn der Papagei Sokrates, der immer einen weisen, aber auch frechen Spruch auf Lager hatte, hing mit dem Schnabel regelrecht im Krug.

Flint stupste ihn an, „Was sagst du dazu?“

Sokrates tauchte auf, Schaum tropfte vom Schnabel, „Ach was, Dudelsack, Drehleier, egal, so schlimm ist das auch nicht – immerhin habe ich Oropax!“

Lachend breitete sich das Thema über alle Tische aus. So manch ein Helferlein wußte Anekdoten von ihren menschlichen Begleitern zum Besten zu geben und breit zu treten.

„Helferlein von den Spielleuten zu sein, muss hart sein!“, tönte es von einer Ecke.

„Dafür bestreitet ihr aber regelrecht gute Kämpfe und Abenteuer!“, kam es aus einer anderen Ecke.

„Das Bier habt ihr redlich verdient, die nächste Runde geht aufs Haus!“, erschallte es von der Theke aus.

„Och jaaaa“, sagte Bibob gedehnt, „wisst ihr, wir haben ja eigentlich auch extremes Glück gehabt…“

„… Trotz allem verstehen wir uns gut mit unseren Menschen.“, kicherte die Dragonette.

„Ohja, es hätte auch schlimmer kommen können!“, stimmte auch Flip mit ein. Alle schauten sich einstimmig an.

„Mal gut, dass wir sie haben…“ krächzte Sokrates, „Immerhin gibt es da auch noch den französischen Zombietrommler und den Kampfkunstbegeisterten singenden Hüpfflummi.“

Gespanntes, abwartendes Schweigen füllte den Raum. Die versammelten Helferlein warteten auf eine nähere Erläuterung.

„Na, ist doch klar.“, krächzet Sokrates. „Nicht umsonst haben diese beiden keine Helferlein, sondern arkane Kräfte. Das würde doch niemand aushalten.“

Und so füllte sich noch weiter Krug um Krug, Stunde für Stunde und weitere Wortfetzen in der Luft.

Und sie waren sich alle einig. Es war gut ihre Menschen an ihrer Seite zu haben, Wege und Kämpfe gemeinsam zu gehen…

Aber auch Abende wie diese zu haben, ganz unter sich und Ruhe zu haben … und ja schön endlich mal über sie gemeinsam so richtig herziehen zu können.

Nun… Erhebet das Glas und lasst uns gemeinsam darauf trinken!

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Es hat ausnahmsweise ein ganz klein wenig *hüstel* länger gedauert, bis wir dieses Interview online gebracht haben. Der Aufhänger ist daher nicht mehr tagesaktuell, nichtsdestoweniger aber sicherlich höchst interessant für alle Totentänzer, die auf Tiere, ihre Gesundheit oder auch beides achten: El Silbador sprach mit uns über das Thema vegane Ernährung. Viel Spaß beim Lesen!

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